Materialien
Aluminiumoxid ist der Allrounder der technischen Keramik: hart, korrosions- und temperaturbeständig sowie elektrisch isolierend. Mit vier Schlickern, darunter hochreines Alumina, sind unsere unterschiedlichen Alumina Varianten vielseitig einsetzbar – von hochauflösenden Mikrostrukturen bis hin zu Wandstärken von bis zu 14 mm.

Unser Materialportfolio umfasst eine breite Palette an Hochleistungskeramiken für die Anwendung in Industrie, Medizin und Dentaltechnik. Aluminiumoxid ist die vielseitigste für das LCM-Verfahren (Lithography-based Ceramic Manufacturing). Für die additive Fertigung von Alumina bieten wir vier Varianten mit unterschiedlichen Schwerpunkten: der bewährte Allrounder LithaLox 350, LithaLox 360 für feinste Kanäle und Bohrungen, das hochreine Alumina LithaLox HP 511 mit einem Reinheitsgrad von 99,99 % und das transluzente LithaBite AO 250 zur Herstellung keramischer kieferorthopädischer Brackets. Neben Alumina stehen Ihnen unter anderem Zirconiumdioxid (LithaCon), Verbundkeramiken (ATZ und ZTA), Siliciumnitrid (LithaNit), Silica-basierte Keramik (LithaCore), Aluminiumnitrid (LithaFlux) sowie Calciumphosphate (LithaBone) zur Verfügung. Zusätzlich entwickelt Lithoz laufend neue Keramiken wie Yttria (LithaYtt) oder Piezokeramiken für spezielle 3D-gedruckte keramische Anwendungen.
Ja. Im LCM-Verfahren gedruckte Bauteile erreichen die Kennwerte konventionell gefertigter Hochleistungskeramik. Unsere Schlicker übertreffen die hohen Qualitätsstandards, die für industrielle, medizinische und dentale Anwendungen erforderlich sind. Nach dem Druck werden die 3D-gedruckten Grünteile zunächst vollständig entbindert und danach wie in den traditionellen Verfahren gesintert. So entsteht reines Aluminiumoxid: LithaLox 350 mit einer Reinheit von 99,8 % erreicht 98,4 % relative Dichte sowie eine 4-Punkt-Biegefestigkeit von 400 MPa. LithaLox HP 511 überzeugt mit einer Reinheit von 99,99 %, einer relativen Dichte von 99,4 % und einer 3-Punkt-Biegefestigkeit von 450 MPa bei einer außergewöhnlich glatten Oberfläche von 0,4 µm.
Ja. Sämtliche Lithoz-Serienmaterialien für die keramische additive Fertigung werden in Reinraumumgebung und unter einem nach ISO 13485 und ISO 9001:2015 zertifizierten Qualitätsmanagementsystem produziert. Für unserem 3D-Drucker CeraFab S65 Medical, der speziell auf den keramischen 3D Druck medizinischer und dentaler Anwendungen ausgelegt wurde, produzieren wir die Alumina LithaLox 350 und LithaLox 360 sowie LithaBone TCP 300 (Tricalciumphosphat), LithaBone HA 480 sowie LithaCon 3Y 210 (Zirconia) und LithaCon ATZ 980 (Alumina-toughened Zirconia) in medical-grade Qualität für medizinische Anwendungen.
Ja. Im Unterschied zu herkömmlicher Keramik lassen sich mit der LCM-Technologie viel komplexere Geometrien mit vergleichbar homogener Materialqualität und gleichwertig langer Haltbarkeit fertigen. Im Bereich besonders hochauflösender Features lassen sich beispielsweise mit dem Alumina LithaLox 360 Kanäle von weniger als 200 µm Breite sowie Stege unter 100 µm realisieren und auch reproduzieren. Am anderen Ende des Spektrums erlaubt LithaCon ATZ 980 Wandstärken von bis zu 20 mm bei einer Biegefestigkeit von 750 MPa.